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DIE LINKE: Nachverdichtung nicht gegen den Willen der Anwohnerinnen und Anwohner – Nutzung des alten Kindergartens für Flüchtlinge.

„Der Bebauungsplan Nr. 274 „Theodor-Storm-Weg“ sieht eine behutsame und nachbarschaftsverträgliche bauliche Verdichtung vor.“ So steht es im jetzt verabschiedeten Planentwurf für das Gebiet des alten Drei- Freunde-Kindergartens in Oesede, der jetzt im Hauruck-Verfahren  („beschleunigtes Verfahren“) durchgedrückt werden soll. Leider ist aber von 'nachbarschaftsverträglich' nichts zu merken. Ganz im Gegenteil. Im Januar wurden die Anlieger von der Verwaltung von dem Bauvorhaben informiert. Sie bekamen drei Planskizzen zugeschickt und wurden um eine Stellungnahme gebeten. In dem Schreiben der Stadt wurde von einer „leicht verdichteten Bebauung“ gesprochen, der dem „Wunsch der Anwohner auf Freihaltung der rückwärtigen Grundstücksflächen weitgehend entsprechen soll.“ Nichts davon findet sich jetzt in dem jetzigen Planentwurf. Der Planentwurf entspricht keiner der 3 damals vorgestellten Varianten. Und eine im selben Schreiben angekündigte Informationsveranstaltung für die Anlieger hat gar nicht mehr stattgefunden.

Vermutlich gibt es jetzt im Hintergrund plötzlich einen Investor, der weit größere Pläne hat. Für diese Pläne wurde jetzt der Bebauungsplanentwurf maß geschneidert. Dann wurde dieser, ohne die betroffenen Anlieger in Kenntnis zu setzen, durch die Gremien der Stadt gejagt. Die Anwohnerinnen und Anwohner erfuhren erst Wochen später aus der Zeitung davon. Zusätzlich wurde die Auslegungsfrist in die Sommerferien gelegt. Ein unglaublicher Vorgang! DIE LINKE. Georgsmarienhütte protestiert aufs Schärfste! So darf mit uns Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt  nicht umgegangen werden!

In dem jetzt vorgelegten Planentwurf ist ein 11 Meter hohes Wohnhaus mit 6 Wohneinheiten vorgesehen, das sich in keiner Weise in die Reihe der dort bestehenden Einfamilienhäuser einfügt. Im Gegenteil, der rechte Nachbar wird neben seiner Terrasse in Zukunft diesen Wohnblock in 3 Metern Abstand vorfinden, da der Block tief in den Gartenbereich hineinragen wird. Darüber hinaus sollen im unteren hinteren Gartenbereich, in dem es noch vor zwei Jahren schöne Spielgelegenheiten für die Kindergartenkinder gab, zusätzliche Wohngebäude entstehen. Der Plan ist offenbar in solcher Eile erstellt worden, dass er in sich widersprüchlich ist. Im vorderen Teil wird von maximal einer Wohneinheit pro Gebäude gesprochen und in der textlichen Festsetzung zur Planskizze von zwei. Allein wegen diesem formalen Fehler sollte dieser Entwurf sofort zurückgezogen werden. Noch dazu kommt, dass die hinteren Häuser in einer Senke entstehen werden. Diese werden wegen Hochwasser und viel Schattenbildung sehr unattraktiv sein.

Zur Erschließung der hinteren Wohnungen soll der jetzt bestehende Fußweg zu einer offiziellen Straße ausgebaut werden. Bisher ist dies ein idyllisch gelegener Fußweg in die Stadt. Er setzt sich oben bis zum Dörenberg fort. Auch das ist in keiner Weise im Sinne der Anwohner.

DIE LINKE. Georgsmarienhütte meint, wir sind zwar grundsätzlich für bauliche Verdichtung, um andere Naturflächen zu schonen. Diese muss sich aber im Einklang mit der sonstigen Bebauung befinden und die Akzeptanz der Anwohnerschaft finden! Wir sind der Meinung, dass das alte Kindergartengebäude für Flüchtlinge bereitgestellt werden sollte. Die wären übrigens auch im Einklang mit den Vorstellungen der Anwohner!

Georgsmarienhütte, den 07.09.2015


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