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Veranstaltung zur Umbenennung der Hindenburgstraße in Alt-Georgsmarienhütte

Georgsmarienhütte – „Hindenburgstrasse“ heißt seit Kriegsende – ausweislich der Kirchbauakten von St. Josef während der Nazi-Zeit „Hitlerstrasse“  - die Straße im Zentrum von Alt-Georgsmarienhütte. Aufgrund der aktuellen Kenntnisse über die Person und Rolle von Hindenburg vom Kaiser- bis zum 3. Reich  hat in der Hüttenstadt wieder die Diskussion um diese Straßenbenennung begonnen. Georgsmarienhütte gehört bundesweit zu den ca. 400, kreisweit zu den letzten 2 Gemeinden, wo Straßen entgegen dem vormaligen Verbot durch die Alliierten an einer solchen Straßenbenennung festhalten. Nach Gesprächen; der Befassungen in politischen, kirchlichen und verbandlichen Gremien; nach Unterschriftensammlungen; Leserbriefen und  Diskussionen lädt jetzt der Initiativkreis für die Umbenennung der Hindenburgstraße für

Montag, den 5. März 2018, 19:00 Uhr in den

Saal Niedersachsen des Rathauses Georgsmarienhütte, Oeseder Str. 85, ein.

„Hindenburgs politischen Lebensweg 1914 – 1934“ stellt Prof. Dr. Wolfram Pyta vor. Pyta leitet die Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart und die Stelle zur Erforschung der NS-Verbrechensgeschichte, Ludwigsburg. 2007 hat er das fachliche Standardwerk zur Rolle von Hindenburg u. a. bei der Überleitung der demokratisch verfassten Weimarer Republik zur totalitären Diktatur in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts vorgelegt. - Wie die Umbenennung  „Vom Hindenburg- zum Schlossplatz“ im benachbarten Münster gelungen ist, darüber berichtet Ruprecht Polenz. Polenz vertrat seine westfälische Heimatstadt von 1994 – 2013 im Deutschen Bundestag, war vom April – Nov. 2000 als Nachfolger von Angela Merkel Generalsekretär der Bundes-CDU und ist - und damit einer der Vorgänger von Annegret Kramp-Karrenbauer. Beim Bürgerentscheid 2012 in Münster war er eines der profiliertesten CDU-Mitglieder, das sich für die von Oberbürgermeister Markus Lewe ( CDU ) erfolgreich betriebene Namensumbenennung von Hindenburg- in Schlossplatz engagiert einsetzte. (Heute ist er u. a. der Sondergesandte der Bundesregierung für die Völkermord-Verhandlungen mit Namibia. Um die 80.000 Herero und Nama kamen bei diesem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts in der Zeit der deutschen Kolonialherrschaft ums Leben.) - Zu Beginn der Veranstaltung präsentiert eine Projektgruppe „Geschichte“ des Gymnasiums Oesede die Idee einer Informationstafel zur Person und Rolle Paul von Hindenburg (1847 – 1934) vom deutschen Kaiser- bis zum 3. Reich. Die Leitung und Moderation der Veranstaltung liegt in den Händen von Christof Geffert, Oberstudienrat für Politik, Geschichte und kath. Religion am Gymnasium Oesede.


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Matthias Höhn, DIE LINKE: Rentengerechtigkeit für Ostdeutschland